Einst Praktikanten, heute in der ersten Führungsebene
Bild: Loxone// Florian Wöss und Andreas Hetzendorfer

Einst Praktikanten, heute in der ersten Führungsebene

Von Susanna Sailer

Warum zwei 32-Jährige nichts von Jobhopping halten.

Florian Wöss und Andreas Hetzendorfer eint in ihrem Lebenslauf einiges. Die beiden 32-Jährigen Aigen-Schlägler begannen vor zehn Jahren nahezu gleichzeitig während ihres FH-Studiums ein Praktikum beim Smart-Home-Spezialisten Loxone in Kollerschlag. Im Gegensatz zu vielen Altersgenossen, die alle drei bis vier Jahre ihren Arbeitgeber wechseln, entscheiden sich die beiden für Beständigkeit. Sie sind Loxone bis heute treu geblieben – mit dem Resultat, dass die einstigen Praktikanten sich jetzt in der ersten Führungsebene von Loxone wiederfinden.

Als Wöss und Hetzendorfer 2009 einstiegen, war die ganze Firma ein Team aus sechs Mitarbeitern. Heute agiert Loxone international und beschäftigt knapp 300 Leute. "Das Unternehmen von damals ist ein völlig anderes geworden", meint Wöss. Heute leitet er das globale Marketing und ist Geschäftsführer der USA-Niederlassung in Philadelphia. Fast drei Jahre lebte er in den USA, seit drei Monaten ist er wieder retour.

"Finde deine Leidenschaft"

"Ich hatte die Möglichkeit, in vielen neuen Märkten von Anfang an dabei zu sein, etwa in Tschechien, Frankreich, Italien, Großbritannien und zuletzt in den USA", sagt Wöss. Jobhopping, wie es viele in seinem Bekanntenkreis betreiben, kam ihm nie in den Sinn. "Wenn man in einer Branche richtig gut sein und in der jeweiligen Position exzellente Arbeit leisten will, sind drei Jahre keine lange Zeit. Er rät seinen Altersgenossen dazu, "für sich etwas zu finden, das sie wirklich mit Leidenschaft erfüllt".

Hetzendorfer wiederum ist heute technischer Geschäftsführer von Loxone. Es gebe drei Gründe, weswegen sich junge Leute oft nach einem neuen Job umsehen würden: Fehlende Herausforderung, fehlender Erfolg und fehlender Spaß. Ihm jedoch mangelte es an keinem dieser Faktoren. Auch Hetzendorfer meint: "Wenn jemand seine Leidenschaft gefunden hat, soll er danach streben, Experte darin zu werden."

Laut Wöss sei es eine Illusion, durch ständiges Jobhopping seine Position verbessern zu können. "Wenn man konstant ist, kommt man weiter", lautet auch seine Überzeugung.