Online-Vermögensberatung: Ein Mühlviertler mischt in Singapur mit
Bild: privat// Sebastian Sieber aus Schwertberg

OÖ-Vermögensberater mischt in Singapur mit

Von Dietmar Mascher

Sebastian Sieber aus Schwertberg ist bei SYFE eingestiegen und dort in illustrer Gesellschaft.

 "Die Zeit des aktiven Investments ist vorbei, jetzt ist Passivität mit entsprechender Diversifizierung gefragt", sagt Sebastian Sieber. Und damit sei der Zeitpunkt ideal, mit einer Online-Vermögensberatung zu starten. Der 33-Jährige ist bei SYFE nicht nur beschäftigt, sondern auch mit fünf Prozent beteiligt und befindet sich dabei in guter Gesellschaft. Ein Unternehmer aus der indischen Mittal-Familie ist genauso dabei wie ein Managing Director von UBS.

Das Prinzip ist einfach und auch für nicht so Vermögende gedacht. Ab 500 Singapur-Dollar (325 Euro) sei man dabei. Start ist in Singapur. Dort sind die Zulassungsbedingungen zwar sehr streng. Dennoch sei man zuversichtlich, am 24. Juni zu starten, sagt Sieber im Gespräch mit den OÖNachrichten. Die Kunden würden befragt und könnten dann aus Risikoklassen wählen (maximal fünf bis 25 Prozent Vermögensverlust). Zwischen diesen Klassen könne man jederzeit wechseln. Ein Algorithmus wählt aus, was ins Portfolio kommt (vorrangig ETFs), die Veranlagung werde tagesaktuell transparent sein und könne jederzeit beendet werden. Für die Veranlagung werden 0,65 Prozent vom Kapital verrechnet. Sonst gibt es keine Extrakosten. Bei 10.000 Dollar Kapital seien das 1,50 Dollar Kosten pro Woche. Den Algorithmus hat ein emeritierter Universitätsprofessor mit zehnjähriger Erfahrung im Anlagebereich entwickelt.

SYFE will rasch wachsen

SYFE startet mit 16 Mitarbeitern und will in Asien rasch wachsen. Dass Sieber, der von seinem fünften bis zum 18. Lebensjahr in Schwertberg gewohnt hat und dessen Eltern nach wie vor in Oberösterreich wohnen, bei SYFE mit einem namhaften Betrag eingestiegen ist, hat auch damit zu tun, dass er schon eine Karriere hinter sich hat. Nach dem Wirtschaftsstudium in Wien arbeitete er zwei Jahre bei Procter & Gamble in der Schweiz. Dann ging er nach Indonesien, wo er mit zwei Kollegen einen Onlinehandel für Lazada aufbaute (vergleichbar mit Zalando). "Wir haben dort wirklich klein begonnen, sind aber rasch gewachsen. 2018 war Lazada 3,5 Milliarden Dollar wert und wurde dann von Alibaba übernommen. Seine Aktien hat Sieber zum Teil verkauft.

Mit seiner Frau, die in Singapur aufgewachsen ist, lebt er nach einigen Monaten im Nahen Osten in Singapur. Auch seine Frau ist im E-Commerce tätig. Sie bietet Webseiten für Hochzeitspaare an, auf deren Basis die gesamte Hochzeit ausgerichtet werden kann (Einladungen, Fotos etc).