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Was machen Sie eigentlich, Frau Reichel?

Von Roland Vielhaber

Sandra Reichel aus Wels ist Tennisturnier-Direktorin beim Upper Austria Ladies Linz, das von 6. bis 13. Oktober in der TipsArena stattfindet. Außerdem ist Reichel im Sommer erstmals Turnierdirektorin beim Herren-Turnier in Hamburg gewesen.

Wie erklären Sie einem sechsjährigen Kind, was Sie beruflich machen?
Ich lade viele Tennisspielerinnen ein, die spielen dann gegeneinander vor vielen Zuschauern, und wer gewinnt, bekommt einen schönen Preis.
 
Und was antworten Sie auf die Frage, warum Sie dafür Geld bekommen?
Weil ich viel arbeiten muss, damit so ein Tennisturnier funktioniert, und dafür muss ich auch eine Belohnung bekommen.
 
Woran erkennt man eine gute Chefin?
Sie hat immer das Große und Ganze im Bild, versetzt sich in die Lage der anderen, setzt die Prioritäten richtig, gibt nie auf und ist ein Vorbild.
 
Was sollte ein Mitarbeiter auf keinen Fall zu seinem Chef sagen?
„... das haben wir immer schon so gemacht.“
 
Welches Buch wollen Sie lesen, hatten dafür zuletzt aber zu wenig Zeit?
Das Buch von Maria Sharapova: „Unstoppable: My Life so far“ (der Tennis-Star hat für das Turnier in Linz genannt, Anmerkung).
 
Mein erstes Geld habe ich verdient...?
... am Weinstand von meinem Onkel (Wirt am Berg) auf der Welser Messe.
 
Was möchten Sie gut können?
Eiskunstlaufen.
 
Wen fragen Sie außerhalb der Familie um Rat?
Freunde.
 
In welchem Unternehmen möchten Sie einen Monat lang Chef sein?
Bei der NATO.
 
Meinen Werdegang geprägt haben...
... meine Eltern.
 
Wenn ich einmal frei habe...
... bin ich trotzdem online.
 
Wären Sie nicht im Tennissport so tief verwurzelt, womit würden Sie Geld verdienen?
Es wäre auf alle Fälle etwas in Verbindung mit Sport.
Diese Schauspielerin könnte mich in einem Film verkörpern:
Meryl Streep.
 
Diese unternehmerische Leistung finde ich bewundernswert:
Jede.
 
Wenn ich mit dem Bundeskanzler tauschen müsste, würde ich...
... ein eigenes Sportministerium schaffen.
 
Meine Großmutter hat immer gesagt:
„Verzeihen und vergeben, tägliche Arbeit und Sparsamkeit sind Garanten für Zufriedenheit im ganzen Leben.“
 
Wenn ich einmal in Pension gehe, sollen die Leute über mich sagen:
Ich gehe nie in Pension.