Wenn ferne Länder und Reisen zum Jobprofil gehören

Wenn ferne Länder und Reisen zum Jobprofil gehören

Von Daniela Ullrich

Traumberuf Reiseleiter: Agnes Aufreiter weiß, worauf es ankommt

Die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen, auch das Interesse an Studien- und Kulturreisen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Einen Urlaub dieser Art unvergesslich werden zu lassen, liegt an einer kompetenten Reiseleitung, die für einen reibungslosen und interessanten Verlauf der Reise verantwortlich ist.

Ein Job, der auf den ersten Blick verlockend klingt, immerhin ist die Arbeit da, wo andere Urlaub machen. "Wenn man kein Problem mit ungeregelten Arbeitszeiten und unvorhersehbaren Zwischenfällen hat und obendrein wissbegierig und gerne mit Leuten zusammen ist, dann ist es der absolute Traumberuf", sagt Reiseleiterin Agnes Aufreiter, die seit 1981 mit vollem Elan im Geschäft ist.

Ungeplant, wie sie sagt. Den eigentlichen Berufswunsch, Lehrerin, ließ sie nach vier Monaten an der Pädak wieder fallen: "Mich zog es nach Paris, wo ich als Au-pair-Mädchen arbeitete. Dort lernte ich eine Oberösterreicherin kennen, mit der ich anschließend nach London zur nächsten Familie kam", sagt die heute 59-Jährige.

Diese Freundin war es dann auch, die Agnes Aufreiter nach der Zeit in England für die Ausbildung zur Reiseleiterin überredete.

"Ein altgedienter Reiseleiter gründete in Wien eine Schule. Geschichte, Geografie und der richtige Umgang mit den Gästen standen dabei im Lehrplan. "Viel wurde auf dem Fernweg gelehrt, zum Schluss gab es eine Prüfung und ein Diplom", erinnert sich die Mühlviertlerin, die fließend Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch spricht und viel für Moser Reisen im Einsatz ist. Bis heute bereitet sie jede Reise sorgfältig vor: "Man weiß nie, was kommt."

Durch neue und strengere Regelungen ist es vor allem in Italien und Spanien mittlerweile so, dass ortsansässige Reiseleiter die Gäste durch die Städte führen und Aufreiter Ergänzungen im Reisebus an ihre Gäste weitergibt.

Für sie ist die Arbeit, die sie offenen und reiselustigen Persönlichkeiten empfehlen kann, eine wahre Berufung. Ans Aufhören denkt sie noch lange nicht.

Mannigfaltige Ausbildungen machen den Einstieg in den Job auch für Quereinsteiger leichter.