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Bild: colourbox.de

Pendeln wirkt sich auf die Gesundheit aus

Von OÖN

Der Anteil der Pendler steigt, doch das Pendeln verursacht nicht nur Kosten.

Etwas mehr als die Hälfte der österreichischen Beschäftigten pendelt zur Arbeit entweder in eine andere Gemeinde, in ein anderes Bundesland oder ins Ausland, zeigt der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich. Der Anteil der Pendler habe sich in den vergangenen zehn Jahren um rund fünf Prozentpunkte auf zuletzt 52 Prozent erhöht. Knapp die Hälfte der Pendler fährt täglich bis zu 30 Kilometer, ein Drittel 30 bis 60 Kilometer und das restliche Fünftel über 60 Kilometer. Acht Prozent der Pendler legen täglich über 100 Kilometer zurück. Für 14 Prozent der Arbeitnehmer dauert der tägliche Weg zur und von der Arbeit damit mindestens 90 Minuten, hat die AK erhoben. Zwei Drittel benötigen für den täglichen Arbeitsweg zwischen 30 und 90 Minuten. "Sie klagen viel eher über eine schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Beschäftigte, die nicht oder kürzere Wegstrecken zur und von der Arbeit zurücklegen müssen", heißt es im Arbeitsklimaindex.

Pendeln und gesundheitliche Beschwerden

In einem Faktenblatt "Pendeln und gesundheitliche Beschwerden" gibt die deutsche Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) einen Überblick über die Zusammenhänge von gesundheitlichen Beschwerden und dem täglichen Weg zur Arbeit. Dass diese Mobilität für die Menschen auch Nebenwirkungen haben kann, zeigen die Ergebnisse, zu denen die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nach Auswertungen einer repräsentativen Arbeitszeitbefragung kommt: Beschäftigte sind mit ihrer Work-Life-Balance umso unzufriedener, je mehr Zeit sie für das tägliche Pendeln investieren müssen. Mit längeren Wegezeiten nehmen zudem auch gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Erschöpfung, Nacken- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu.

Studien zeigen allerdings auch, dass sich diese Belastungen durch selbstbestimmte Arbeitszeiten, Gleitzeitregelungen oder planbare Arbeits- und Wegezeiten abmildern lassen können. Termin- und Leistungsdruck sowie fehlende Einflussmöglichkeiten können auf der anderen Seite verstärkend wirken.

Das Faktenblatt "Pendeln und gesundheitliche Beschwerden" gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen