"Sie senden Botschaften mit"
Bild: VOLKER WEIHBOLD//Edwin Feichter, Geschäftsführer der Zweigniederlassung Sattledt

"Sie senden Botschaften"

Von Susanna Sailer

Hofer-Zweigniederlassungsleiter rät Bewerbern, auf ungewollte Signale zu achten.

"Sie glauben gar nicht, wie viele Botschaften Sie mit Ihrer Bewerbung mitschicken – unbewusst und bewusst", sagte Edwin Feichter, Geschäftsführer der Zweigniederlassung von Hofer. In seinem Workshop beim Karriereforum riet er ab, ein einmal vorgefasstes Bewerbungsschreiben an viele potenzielle Arbeitgeber zu senden. Davon fühlen sich Personalmanager nicht angesprochen.

Besser sei es, im Bewerbungsschreiben eine Geschichte zu erzählen, warum jemand meine, gut in jenes Unternehmen zu passen. Feichter: "Verknüpfen Sie das mit speziellen Eigenschaften, die für diese Funktion wichtig sind. Kramen Sie in Ihrem Erfahrungsschatz, aber erzählen Sie nur wahre Dinge, die einer Nachforschung auch standhalten."

Nicht jedes Hobby kommt an

Im Lebenslauf sollte bei Zeitraumangaben nicht nur das Jahr stehen. "Fügen Sie die Monate hinzu, das ist genauer. Sonst entsteht der Eindruck, etwas vertuschen zu wollen." Bei den Hobbys gelte es ebenfalls zu überlegen, welche Botschaften damit verbunden sein könnten, beispielsweise bei riskanten Sportarten.

Eine ungewollte Botschaft könnte in E-Mail-Adressen stecken. Feichter: "Privat haben Sie manches vielleicht witzig gemeint, im beruflichen Kontext wirken gewisse Bezeichnungen aber deplatziert." Zudem passe nicht jedes Bewerbungsfoto zu jedem Unternehmen. Eine Dresscode-Recherche auf der Firmenhomepage zahle sich aus.

Unvorbereitet sollte niemand in ein Vorstellungsgespräch gehen. Feichter rät, zu begründen, warum gewisse Karriereschritte gesetzt worden seien. Sinnvoll wäre, sich mehrere gezielte Fragen zu überlegen, die zeigen, dass sich jemand mit der ausgeschriebenen Position auseinandergesetzt habe. Eine Frage sei zu wenig. Die könnte im Laufe des Gespräches ohnehin beantwortet worden sein.