Weich ist das neue Hart – Soft Skills als Türöffner

Weich ist das neue Hart – Soft Skills als Türöffner

Was hinter den gängigsten Schlüsselqualifikationen steckt und wie Bewerber ihre Soft Skills verbessern können.

Teamfähigkeit, Empathie, soziale Kompetenz und Hands-on-Mentalität. Vier Begriffe, die Arbeitgeber in Stellenanzeigen gerne als Zusatzqualifikation angeben und die die meisten Bewerber bislang eher überflogen als gepflogen haben. Längst ist jedoch ein Umdenken zu bemerken. Arbeitnehmer wollen nicht nur mit fachlichem Know-how punkten, sondern die Konkurrenz mit berufsübergreifenden Fähigkeiten blass aussehen lassen und das eigene Jobprofil schärfen.

"Soft Skills sind der Unterschied zwischen einem qualifizierten Kandidaten und einem idealen Kandidaten. Kandidaten, die sich ideal ins Unternehmen einfügen, arbeiten gerne, bleiben länger und etablieren eine positive, energievolle Kultur im Unternehmen", erklärt Melissa Haymerle, Director der Personalberatung Michael Page Österreich. "Fachliche Qualifikationen sind natürlich wichtig, doch die allein genügen nicht. Mitarbeiter mit ausgereiften Soft Skills sind flexibel einsetzbar und damit nicht nur gern gesehen, sondern klar gefordert." Doch was steckt nun hinter den fünf gängigsten Schlüsselqualifikationen und wie können Bewerber ihre Soft Skills verbessern?

Teamfähigkeit

Einer für alle, alle für einen – wirklich teamfähig ist, wer seine Denk- und Arbeitsweise nach diesem Grundsatz ausrichtet. Mit dieser Schlüsselqualifikation ist man in der Lage, die Effizienz des Teams zu steigern und starke Lösungen zu entwickeln. Teamfähigkeit gehört zu den absoluten Top Soft Skills, die in nahezu jedem Beruf eingefordert werden.

Organisationsfähigkeit

Dahinter steckt die Fähigkeit, Termine und Arbeitsabläufe so zu planen, dass die eigene Arbeitskraft am besten genutzt wird. Organisieren gehört zu den Schlüsselqualifikationen, die sich gut ausbilden lassen. Prioritäten setzen ist die oberste Devise. Das Wichtigste zuerst, alle anderen Arbeiten werden hinten angestellt.

Kommunikationsfähigkeit

Zur Kommunikationsfähigkeit gehört es, verständliche Botschaften zu senden, selbst aber auch verstehen und filtern zu können, was andere mitteilen. Daher geht diese Schlüsselkompetenz mit einer zweiten einher: der sozialen Kompetenz. Empathie, Rollenflexibilität, Respekt und eine realistische Selbsteinschätzung sind für Personaler wichtige Kriterien bei ihren Entscheidungen.

Flexibilität

Wer auf der Stelle tritt, verpasst schnell den Anschluss. Daher ist es für den künftigen Arbeitgeber wichtig zu wissen, dass einen verändernde Situationen und Anforderungen nicht aus der Bahn werfen. Aufgeschlossen und bereit, dazuzulernen – so ist man auf dem besten Weg, eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen weiter auszubilden.

Durchsetzungsvermögen

Diese Kernkompetenz entscheidet in wichtigen Situationen darüber, ob die eigenen Ideen eine Chance bekommen oder man den Kürzeren zieht. Jeder Arbeitgeber schätzt Mitarbeiter, die sich durchsetzen können, ohne dabei rechthaberisch zu sein. In Angelegenheiten, für die man Verantwortung trägt, sollte man klar Position beziehen und in anderen Bereichen das letzte Wort des hier Verantwortlichen akzeptieren.

Wie kann man seine Soft Skills verbessern?

Soft Skills sind nichts, was man alleine in Schulungen erlernt. Es gibt aber Trainings, die man selbst initiieren kann. Dazu versetzt man sich in ein imaginäres Szenario im Arbeitsalltag, bei dem die Soft Skills benötigt werden. Man skizziert sein Verhalten und macht eine persönliche Analyse über seine Reaktionen und Emotionen. Selbstreflexion und Eigenkritik sind hierbei sehr wichtig.

Man sollte sich überlegen, wie der bestmögliche Ausgang dieser Situation aussehen würde und wie man ihn am besten anhand von Soft Skills umsetzen können.

Die gefragtesten Soft Skills in Österreich

Bleibt nur noch die Frage, welche Soft Skills in Österreich besonders erwünscht sind. Dazu Haymerle: "Österreichische Unternehmen suchen Mitarbeiter, die Engagement und Neugier zeigen. Hybride Positionen werden immer öfters gesucht und somit brauchen Unternehmen Mitarbeiter mit einer hohen sozialen Kompetenz. Das erlaubt den Mitarbeitern, schnell langfristige Beziehungen innerhalb des Unternehmens aufzubauen, um Abteilungen einander näherzubringen und Synergien zu schaffen."