Bild: Cityfoto.at // Mit ein paar Tipps bewegen Sie sich souverän am Netzwerk-Parkett.

Wie Sie erfolgreich Netzwerken

Von OÖN

Networking ist für die Karriere wichtig. Der Kontakt zu den „richtigen“ Leuten entsteht nicht von selbst, sondern ist das Ergebnis einer strategischen und kontinuierlichen Netzwerkarbeit.

Die Ballsaison ist ein optimaler Zeitpunkt, neue Kontakte zu knüpfen. Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik an einem Abend beisammen zu haben.
Netzwerken kann ein Riesenspaß sein. Muss es aber nicht. Tatsächlich ist es für manche auch einfach nur Qual und ein notwendiges Übel. Wir empfehlen natürlich trotzdem, sich zu überwinden – denn ein gutes Netzwerk versetzt Sie in die Lage, leichter Türen zu öffnen oder den Menschen zu begegnen, die Sie weiterbringen. Wer gut vernetzt ist, hat besseren Zugang: zu Menschen und insbesondere auch zu Themen. Ein gutes Netzwerk basiert auf Vertrauen. Wer Ihnen vertraut, gestaltet auch mit Ihnen. Das hilft im Job ungemein, da es immer Situationen gibt, in denen man auf Kooperationen angewiesen ist. Gemeinsam erreicht man mehr! Netzwerken ist einfach, will aber gelernt sein.

Mit unseren Tipps & Tricks gelingt es leicht(er):

Stellen Sie sich richtig vor.
Stellen Sie sich möglichst zuerst und mit vollem Namen vor. Schön wäre ein guter erster Satz, der Sie charakterisiert und was der andere von Ihnen potenziell zu erwarten hat. Das kann eine kurze (!) Beschreibung dessen sein, was Sie beruflich machen oder eine Formulierung, die neugierig macht.

Geben Sie die Hand.
Klingt selbstverständlich, hat aber zwei viel wichtigere Effekte: Ein ordentlicher Händedruck verrät viel über Sie selbst und schafft körperlichen Kontakt. Das verbindet subtil.

Genug Visitenkarten einstecken.
Die gehen schneller aus als man denkt. Wichtig hierbei:  Visitenkarten  nie wahllos verteilen, sondern mit gebührender Selbstachtung. Nur so wird man Ihnen auch entsprechende Wertschätzung spiegeln.

Seien Sie authentisch.
Gemeint ist vor allem, freundlich, erfrischend und ehrlich zu sein. Niemand mag selbstverliebte Sprücheklopfer. Wenn Sie Sorge haben, dazu zu neigen, loben Sie zunächst den anderen und stellen Sie ihm Fragen.

Strahlen Sie etwas Positives aus – immer.
Man sieht es den Menschen buchstäblich an, wenn Sie mit sich und der Welt zufrieden sind. Und da wir uns alle danach sehnen, sind solche Menschen extrem anziehend. Versuchen Sie diese innere Zufriedenheit vor einem Event zu konservieren und vor Ort auszustrahlen – und die Leute werden auf Sie zugehen.

Machen Sie Pausen.
Networking ist, wie das Wort „working“ erahnen lässt, durchaus harte Arbeit. Der Geist muss ständig hellwach bleiben, Stresspegel und Reaktionsgeschwindigkeit sind entsprechend hoch. Wer so energetisch geladen ist, fasziniert. Wer müde ist, allerdings nicht. Gönnen Sie sich daher zwischendurch auch Pausen – etwa an der Bar, um unauffällig bei einem Drink die eingesammelten Visitenkarten mit kurzen Notizen zu versehen. Und sprechen Sie neue Menschen nur an, wenn Sie geistig voll da sind. Ansonsten: Es ist keine Schande, irgendwann nach Hause zu gehen, weil man müde wird.

Haken Sie IMMER nach.
Jeden neuen Kontakt sollte man binnen drei Tagen noch einmal kontaktieren – per E-Mail oder Telefon. Sonst zerreißt das noch zarte Band. Sagen Sie demjenigen, wie sehr Sie sich gefreut haben, ihn kennengelernt zu haben, dass Sie das Gespräch als angenehm erinnern und sich über ein baldiges Wiedersehen freuen würden.

Klassische Netzwerk-Fehler

Nur an den eigenen Nutzen denken.
Besonders Anfänger neigen dazu. Kaum ist der Kontakt hergestellt, fallen sie mit der Tür ins Haus und wollen etwas haben. Ganz schlechter Stil! Oder: Sobald sie vom Wissen oder der Hilfe eines anderen profitiert haben, drehen sie sich auf dem Absatz um und gehen. Wer so handelt, beweist nicht nur soziale Inkompetenz, er schlägt auch eine Tür zu, durch die er auf dem Weg nach oben vielleicht noch einmal schreiten muss.

Auf Quantität achten.
Die Qualität Ihres Netzwerks bemisst sich nicht nach der Anzahl der Kontakte. Vielmehr geht es darum, die richtigen Personen in das eigene Netzwerk aufnehmen zu können. Was nützen Ihnen 50 verschiedene Kontakte, wenn keiner darunter ist, der Ihnen weiterhelfen kann?

Zu viele Kontakte sammeln.
Beginnen Sie rechtzeitig damit, Ihre Kontakte zu gewichten und eine Art inneren Kreis zu bilden. In manche Beziehungen lohnt es sich mehr Zeit und Energie zu investieren als in andere. Gehen Sie beim Netzwerken unbedingt effektiv mit Ihren Ressourcen um.

Kontakte beeindrucken wollen.
Berufliche Kontakte entstehen nicht zwangsläufig dadurch, dass Sie durch Bestleistungen überzeugen. Viel wichtiger ist ein ehrliches und authentisches Interesse an Ihrem Gegenüber, eine offene und freundliche Ausstrahlung und gute Manieren.

Keine Zeit zum Netzwerken nehmen.
Es ist einer der häufigsten Networking-Fehler, der gleichzeitig eine beliebte Ausrede ist. Sie sollten sich aber nie dahinter verstecken, keine Zeit zu haben. Es braucht wirklich nicht viel Zeit, um Kontakte zu knüpfen. Und die Zeit, die Sie sich nehmen, ist immer gut investiert, wenn am Ende ein funktionierendes Netzwerk dabei herauskommt.

Zu spät anfangen.
Das Netzwerk muss stehen, BEVOR Sie es brauchen. Sich erst um Kontakte zu bemühen, wenn man sie dringend benötigt, funktioniert nie. Erstens, weil das Geben zuerst kommen muss und zweitens, weil die Leute einem Bittsteller nicht mehr auf Augenhöhe begegnen. Das mindert also Ihren eigenen Wert für die Gruppe.

Nur reagieren.
Wer immer nur auf die Kontaktaufnahme anderer wartet, wird sein Netzwerk niemals erweitern. Sie müssen schon selbst aktiv werden.

Gar nicht netzwerken.
In diesem Fall ist Ihnen nicht zu helfen.